Satzung des Landes­ver­bands für Höhlen- und Karst­forschung Baden-Württem­berg e. V.

Diese Satzung wurde am 20. Januar 1990 in Laichingen, Alb-Donau-Kreis, von der Gründungs­ver­samm­lung be­schlos­sen, sowie am 26.01.1991, am 21.01.1995, am 25.01.2003; am 20.01.2007 und am 26.01.2013 durch Be­schlüsse der De­le­gierten­­ver­samm­lung geändert.

Einleitung
Im Landes­ver­bandes für Höhlen- und Karst­forschung Baden-Württem­berg e. V. haben sich auf Landes­ebene die in der Höhlen- und Karst­forschung tätigen Ver­einigungen frei­willig zu­sam­men­ge­schlos­sen, um die Höhlen- und Karst­forschung in Ver­bindung mit dem Natur- und Um­welt­schutz zu fördern und ihre ge­mein­samen Be­lange in der Öffent­lich­keit zu ver­treten. Der Landes­ver­band be­ein­trächtigt nicht die Selbst­ändig­­keit und Un­ab­hängig­keit der Mit­glieder. Der Landes­ver­band be­müht sich um Zu­sam­­men­ar­beit mit Ver­bänden oder Or­ga­ni­sationen, deren Ziel­setzungen auch den Um­welt­schutz, ins­be­sondere den Natur- und Denk­mal­schutz um­fassen. Der Landes­­ver­band ist im Ver­band der deutschen Höhlen- und Karst­forscher, München e. V. und im Landes­natur­schutz­ver­band Baden-Württem­berg (Aktions­ge­mein­schaft Natur- und Umwelt­schutz Baden-Württem­berg e. V.) Mit­glied.
Der Landes­ver­band betätigt sich im Sinne eines Dach­ver­bandes und gibt sich fol­gende Satzung:

§ 1 Name
Die Vereinigung trägt den Namen "Landes­ver­band für Höhlen- und Karst­forschung Baden-Württem­berg e. V."
Der Landes­ver­band ist im Vereins­register ein­getragen.

§ 2 Sitz
Der Sitz des Verbandes ist Stuttgart.

§ 3 Zweck
Der Landes­ver­bandes für Höhlen- und Karst­forschung mit seinen Mit­glieds­or­ga­ni­satio­nen tritt für um­fassenden Umwelt­schutz in den Karst­ge­bieten Baden-Württem­bergs ein. Dies be­trifft den Land­schafts­schutz ebenso wie den Natur- und Denk­mal­schutz über und unter der Erd­ober­fläche sowie den Schutz der höhlen­typischen Fauna (z.B. Fleder­mäuse) und Flora. Der Landes­ver­band unter­stützt die regional tätigen Grup­pen und Ver­eine bei ihren Tätig­keiten im Rahmen der Höhlen- und Karst­forschung und bei der Mit­arbeit in allen Be­reichen des Um­welt­schutzes.
Die Arbeit des Landes­ver­bandes für Höhlen- und Karst­forschung soll dem Ziel die­nen, die Höhlen- und Karst­forschung als nötige, wichtige und un­ver­zicht­bare Wissen­­schaft kennt­lich zu machen. Eine wirkungs­volle Tätig­keit im Umwelt-, Natur- und Denk­mal­schutz wird an­ge­strebt.
Der Landes­verband unter­stützt die Aus­bildung an höhlen- und karst­kund­lichen The­men in­ter­es­sierter Per­sonen. Ins­be­sondere be­müht er sich um die Ver­mittlung von höhlen- und karst­kund­lichem Wis­sen an Schulen und anderen bzw. ähnlichen Ein­­richtungen.
3.1 Jugendgruppe im LHK Baden-Württemberg
Der Landes­ver­bandes setzt sich im Sinne der Höhlen­kunde und des Umwelt- und Natur­schutzes für die Förderung und Ein­be­ziehung der Jugend ein. Dazu unter­hält der Landes­ver­band eine Jugend­gruppe, die von er­fahrenen Jugend­gruppen­leitern ge­führt wird.
An den Ver­anstaltungen der Jugend­gruppe können alle in­ter­es­sierten Jugend­lichen durch An­meldung teil­nehmen. Eine Teil­nahme ist un­ab­hängig von einer Mit­glied­­schaft in einem höhlen­kundlichen Verein.
3.2 Ziele der Jugendarbeit
Weiterbildung durch sach­kundige und erlebnis­pädagogisch orien­tierte Be­treuung.
Befähigung zur Persönlichkeits­ent­wicklung, zur aktiven Mit­ge­staltung der demo­kra­tischen Gesell­schaft und zur Mit­arbeit bei der Völker­ver­ständigung.
Vertiefung der Kenntnisse im Natur- und Umwelt­schutz, be­sonders der öko­logi­schen Zu­sam­men­hänge in der Karst- und Höhlen­kunde (Speläologie).
Die Ziele sollen erreicht werden durch:
Seminare, Kurse, Projekte, Ex­kursionen und Vorträge, Erlebnis­pädagogische Ver­anstaltungen, die der Förderung der Persön­lich­keit dienen,
Veranstaltungen, die zur Verant­wortung und Toleranz gegenüber Fremden sowie zur Mit­gestaltung einer demo­kratischen Ge­sell­schaft auf­fordern bzw. anleiten,
Zusammenarbeit mit pädagogischen Ein­richtungen und Organisationen ähnlicher Ziel­setzung (Schulen, Akademien, Naturschutz­verbände).

§ 4 Gemeinnützigkeit
Der Landes­ver­bandes verfolgt aus­schließ­lich und un­mittel­bar ge­mein­nützige Zwecke im Sinne des Ab­schnitts "Steuer­be­günstigte Zwecke" der Ab­gaben­ordnung. Zweck des Landes­ver­bandes ist Förderung von Wissen­schaft und Forschung. Der Sat­z­ungs­zweck wird ver­wirk­licht ins­be­sondere durch Höhlen- und Karst­forschung in Ver­bindung mit dem Natur- und Um­welt­schutz. Der Landes­ver­band ist selbst­los tätig. Er ver­folgt nicht in erster Linie eigen­wirt­schaft­liche Zwecke.
Mittel des Landes­ver­bandeses dürfen nur für die satzungs­mäßigen Zwecke ver­wendet werden. Die Mit­glieder er­halten keine Zu­wendungen aus Mitteln des Landes­ver­ban­des. Es darf keine Person durch Aus­gaben, die dem Zweck der Körper­schaft fremd sind, oder durch un­ver­hältnis­mäßig hohe Ver­gütung be­günstigt werden.

§ 5 Mitgliedschaft
5.1 Mitglieder können sein oder werden Ver­einigungen, die im Rahmen der Höhlen- und Karst­forschung in Baden-Württem­berg tätig sind, die ganz oder zu einem we­sent­lichen Teil dem Natur-, Land­schafts- und Umwelt­schutz dienen und die keine wirt­schaft­lichen oder berufs­ständischen Ziele ver­folgen.
5.2 Mitglieder können nur Ver­einigungen werden, die ihren Sitz in Baden-Württem­­berg haben. Der An­trag auf Mit­glied­schaft ist unter Bei­fügung der Satzung an den Vor­stand zu richten. Über den Antrag ent­scheidet die De­le­gierten­ver­sam­mlung mit ein­facher Mehr­heit, über die Ein­ladung als Gast der Vor­stand. Für die Mit­glieds­bei­­träge ist das Bank­ein­zugs­ver­fahren obliga­torisch. Sollte es trotz dieses Ver­fahrens und ent­sprechender schrift­licher Mahnungen zu einem Zahlungs­rück­stand von 2 Jahren kom­men, so wird das Mit­glied aus dem Mit­glieder­ver­zeichnis ge­strichen.
5.3 Der Austritt kann jederzeit erfolgen. Er muss schrift­lich beim Vor­stand erklärt werden.
5.4 Mitglieder, die sich verbands­schädigend ver­halten, können aus dem Landes­ver­­band aus­ge­schlos­sen werden. Der An­trag auf Aus­schluss eines Mit­gliedes kann von jedem Mit­glied unter Dar­legung der Gründe schrift­lich ge­stellt werden. Über den An­trag ent­scheidet die De­le­gierten­ver­sam­mlung mit Zwei­drittel­mehr­heit der stimm­berechtigten Mitglieder.

§ 6 Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 7 Organe
Die Organe des Landes­ver­bandeses sind:
7.1 die Delegiertenversammlung
7.2 der Vorstand

§ 8 Delegiertenversammlung
8.1 Der Delegiertenversammlung als dem obersten Organ des Landes­ver­bandeses ob­­liegen die Gesamt­planung und die Be­stimmung der Richt­linien der Arbeit. Ins­be­son­dere kom­men ihr zu:
8.1.1 Entgegennahme der Berichte des Vorsitzenden und der Referenten
8.1.2 Abnahme der Jahresrechnung und Entlastung des Vorstandes
8.1.3 Wahl des Vorstandes und der Referenten
8.1.4 Festsetzung des Verbandsbeitrages
8.1.5 Änderung der Satzung
8.1.6 Entscheidung über Anträge
8.2 Stimmrecht: Die Stimmen errechnen sich nach der Mit­glieder­zahl der an­ge­­schlossenen Ver­einigungen (Vor­lage einer nament­lichen Mit­glieder­liste) durch Ver­doppeln. D. h. bis ein­schließ­lich> 5 Mit­glieder 1 Stimme, > 10 Mit­glieder 2 Stimmen, > 20 Mit­glieder 3 Stimmen, > 40 Mit­glieder 4 Stimmen, > 80 Mit­glieder 5 Stimmen.
Fünf Stimmen sind die maximal mögliche An­zahl. Das Stimm­recht kann nicht ge­teilt werden. Der Dele­gierte muss bei einer De­le­gierten­ver­sammlung eine Voll­macht oder das Ein­ladungs­schreiben als Legi­ti­mation vor­weisen. Die Ein­ladung wird an den Vor­­stand des Mit­glieds­vereins ver­schickt.
8.3 Die Delegiertenversammlungen werden vom Vor­sitzenden des Ver­bands schrift­­lich ein­be­rufen und ge­leitet. Sie finden bei Be­darf, mindestens einmal jähr­lich statt. Ein Drit­tel der Mit­glieder kann unter An­gabe der Gründe jeder­zeit die Ein­be­rufung der De­le­gierten­ver­sammlung ver­langen. Die De­le­gierten­ver­sammlung ist be­­schluss­fähig, wenn sie unter An­gabe einer Tages­ordnung mit einer Frist von 8 Wochen ein­be­rufen ist und wenn mehr als die Hälfte der Stimmen der je­weiligen Mit­glieder ver­treten sind.
Bei Beschlussunfähigkeit ist der Vor­stand ver­pflichtet, binnen dreier Wochen eine 2. De­le­gierten­ver­sammlung mit derselben Tages­ordnung ein­zu­be­rufen. Diese ist ohne Rück­sicht auf die Zahl der Er­schienenen be­schluss­fähig. In der Ein­ladung zur 2. De­le­gierten­ver­sammlung ist auf die Be­schluss­fähig­keit hin­zu­weisen.
8.4 Über Beschlüsse der De­le­gierten­ver­sammlung ist ein Proto­koll auf­zu­nehmen, das vom Vor­stand und vom Pro­to­koll­führer zu unter­schreiben ist.
8.5 Anträge an die De­le­gierten­ver­sammlung sind schrift­lich zu stel­len und müssen spätestens 4 Wochen vor der De­le­gierten­ver­sammlung beim Vor­stand ein­ge­gan­gen sein.

§ 9 Vorstand
9.1 Der Vorstand besteht aus:
9.1.1 einem Vorsitzenden
9.1.2 einem Geschäftsführer und einem Stellvertreter
9.1.3 einem Kassier und einem Stellvertreter
Der Vorstand im Sinne von § 26 BGB besteht aus dem Ver­bands­vor­sitzenden und dem Ge­schäfts­führer. Sie ver­treten je einzeln. Weitere Mit­glieder des Vor­stands sind der Kassier, der stell­ver­tretende Ge­schäfts­führer und der stell­ver­tretende Kassier. Die Per­sonen des Vor­standes werden auf 2 Jahre ge­wählt und sind bei Ab­stim­mun­gen gleich stimm­be­rechtigt. Die Amts­zeit endet erst mit der Wahl eines neuen Vor­­standes, da­raus kann sich eine längere oder kürzere Amts­zeit als 2 Jahre er­ge­ben.
Der Vor­stand gibt sich eine Ge­schäftsordnung.
9.2 In den Vor­stand ist jeder­mann wähl­bar, der einer Mit­glieds­orga­nisation an­ge­hört.
9.3 Der Vorstand ist zu­ständig für:
Geschäftsführung und Vertretung des Verbands
Verwaltung des Verbandsvermögens
Vorbereitung und Einberufung der Delegierten­ver­sammlung sowie Auf­stellung der Tagesordnung
Ausführung von Beschlüssen der Delegiertenversammlung

§ 10 Mitarbeit
10.1 Referenten
Die Referenten beraten den Vorstand in ihren Fach­gebieten und be­richten der Delegierten­ver­sammlung. Sie werden durch die De­le­gierten­ver­sammlung vor­ge­schlagen und auf zwei Jahre ge­wählt.
10.2. Beauftragungen
10.2.1 Der Vorstand kann sach­verständige Ver­eine, Gruppen oder Persön­lich­keiten, die einzelne Vor­gänge im Ein­ver­nehmen mit dem Vor­stand be­ar­beiten, be­stellen. Sie führen für ein je­weils be­stimmtes Sach­gebiet Unter­suchungen durch und ar­beiten Stellung­nahmen und Vor­schläge aus. Die Be­auf­tragung er­lischt auto­matisch mit Be­endigung des Auf­trages. Bei Einzel­per­sonen ist eine Mit­glied­schaft in einem Mit­glieds­verein nicht er­forderlich.
10.2.2 Die Leiter/innen der Jugend­gruppe sind dem Referat Jugend­arbeit zu­ge­ordnet und be­richten der De­le­gierten­ver­sammlung. Die Be­auf­tragung er­folgt durch den Vor­stand im Ein­ver­nehmen mit dem Re­ferenten für Jugendarbeit.

§ 11 Geschäftsstelle und Kassier
Die Geschäftsstelle wird vom Ge­schäft­sführer ge­leitet und be­findet sich am Wohn­ort des Ge­schäfts­führers. Die Kassen- und Rechnungs­ge­schäfte besorgt der Kassier.

§ 12 Mitgliedsbeiträge
Die Mitglieder leisten einen von der De­le­gierten­ver­sammlung fest­ge­setzten jähr­­lichen Beitrag.

§ 13 Auflösung
Der Landes­ver­bandes kann jederzeit auf­ge­löst werden. Dies kann jedoch nur in einer mindestens 10 Wochen zu­vor ein­be­rufenen außer­ordent­lichen De­le­gierten­ver­samm­lung be­schlossen werden. Der Be­schluss be­darf einer Drei­viertel­mehr­heit der an­wesenden Stim­men.
Bei Auf­lösung des Landes­ver­bandeses oder Weg­fall steuer­be­günstigter Zwecke fällt das Ver­mögen des Landes­ver­bandeses an den Ver­band der deutschen Höhlen- und Karst­forscher e.V. in München, der es un­mittel­bar und aus­schließ­lich für ge­mein­nützige, mild­tätige oder kirch­liche Zwecke zu verwenden hat.

Satzung (Stand 2013)

Satzung herunterladen: Satzung des Landes­ver­bandess | 28 kB