Mitteilungen

Expedition Hessenhau – Vorstoß in die Höhle ohne Ende

HessenhauSeit 2006 ist die Hessenhauhöhle Forschungsziel der Arge Blaukarst. Dabei wurde ein 50 Meter tiefer Schacht ausgegraben und umfangreich gesichert. Im Frühjahr 2010 gelang es, in natürliche Schachtstrecken vorzustoßen. Auch hier mussten jedoch weiterhin Engstellen erweitert werden. Im März 2011 konnte dann der große Flusstunnel der „Nordblau“ entdeckt werden. Die Verbindung zum Blauhöhlensystem wurde 2013 durch Färbungen nachgewiesen. Die bislang erforschte Hessenhauhöhle ist 4 Kilometer lang und 148 Meter tief. Es handelt sich somit um die tiefste deutsche Höhle nördlich der Alpen. Derzeit versperren vor allem Siphone den Weiterweg, die Forschung ist sehr aufwendig.

Jetzt gibt es eine Broschüre über die spannende und erfolgreiche Suche nach dem Verlauf der Blauhöhle, die schon Generationen von Höhlenforscher in ihren Bann gezogen hat. Die Arge Blaukarst veröffentlicht am Blaubeurer Erlebniswandertag (1. Mai 2014) die Broschüre „Expedition Hessenhau – Vorstoß in die Höhle ohne Ende“. Die vierfarbige Publikation wird rund 48 Seiten umfassen und im Format 21 x 21 cm produziert. Dargestellt werden die Grabungs- und Forschungsgeschichte, die Hessenhauhöhle selbst sowie die beginnenden wissenschaftlichen Arbeiten. Zahlreiche Bilder werden die Leser faszinieren. Die Broschüre wird 7 Euro kosten (zzgl. Versandkosten).

Vorbestellung

Es besteht die Möglichkeit, diese Broschüre vorzubestellen: Interessierte können sich bis zum 10. März 2014 bei der Arge Blaukarst melden und eine verbindliche Vorbestellung tätigen ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ). Wer diese Möglichkeit nutzt, erhält einen Nachlass von 2 Euro.

Bitte bei der Vorbestellung angeben, ob die Broschüre verschickt werden soll oder am 1. Mai 2014 in Blaubeuren abgeholt wird.

Die Arbeitsgemeinschaft Blaukarst wurde 2005 gegründet. Sie ist ein gemeinnütziger, seit 2012 eingetragener Verein mit derzeit gut 60 Mitgliedern.

(ARGE Blaukarst/ThR - 15.02.2014)

 

Delegiertenversammlung 2014

 Über die Delegiertenversammlung des LHK berichtete Eva Menner in Südwest Presse Online am 28.01.2014 (mit Bild der neugewählten Vorstandsschaft) unter dem Titel:

"Höhlen- und Karstforscher diskutieren über Bahn-Vertrag"

 

Hubert Trimmel (1924 - 2013)

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Für alle unerwartet kam am 16. Dezember die Nachricht, dass Univ.-Prof. Dr. Hubert Trimmel am Vortag in seiner Heimatstadt Wien verstorben ist.

Er war einer der führenden Höhlenforscher seiner Generation und insbesondere von Österreich. So gehörte er 25-jährig zu den Gründungsmitgliedern des Verbands österreichischer Höhlen-forscher. Bis 1974 war er Generalsekretär dieses Verbands und 50 Jahre lang Redakteur der gemeinsam mit dem Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher unter dem schlichten Titel „Die Höhle“ herausgegebenen Zeitschrift für Karst- und Höhlenkunde.

Unzählbar sind Hubert Trimmels fachliche Veröffentlichungen. Als unverzichtbare Klassiker in jeder speläologischen Bibliothek gelten das von ihm als Schriftleiter betreute „Speläologische Fachwörterbuch“ (1965) sowie seine „Höhlenkunde“ (1968). Neben seinem beruflichen Wirken als Lehrer und Dozent sowie im Dienst des Bundesdenkmalamts, später, bis zum Ruhestand im Jahr 1989 im Naturhistorischen Museum Wien, wurde durch Hubert Trimmels Einsatz die Internationale Union für Speläologie (UIS) ganz wesentlich gefestigt und gefördert: von 1969 bis 1993 wirkte er als Generalsekretär, dann bis 1997 als Präsident dieser weltweiten Dachorganisation aller Speläologen. Als Ehrenpräsident war er auch danach unermüdlich für die UIS tätig, zuletzt beim 16. Internationalen Kongress für Speläologie in Brünn im Juli 2013.

Trimmel 2012AkleinSein Tod bedeutet einen großen Verlust auch für die Höhlenforschung und die Höhlenforscher in Südwestdeutschland. Er war unseren Anliegen gegenüber sehr aufgeschlossen und half, wo immer er konnte. Unvergessen bleiben seine Vorträge bei Tagungen oder im Rahmen der „Karstrunde“, ebenso seine Teilnahme an Exkursionen, bei denen es – besonders in den „Nachsitzungen“ – oft auch um Themen weit jenseits der Karst- und Höhlenkunde ging.

(Th. Rathgeber / 20.12.2013)

Bild oben: Erika & Hubert Trimmel am 9. April 2007 im Val Camonica – ihr Blick schweift in die Ferne des Tales, er betrachtet zu seinen Füßen kritisch einen Gletscherschliff mit prähistorischen Felszeichnungen (Foto Th. Rathgeber).

Bild unten: Hubert Trimmel zwischen Werner Hollender (links) und Walter Klappacher am 25. Januar 2012 in Wien (Foto R. Müller).

Ausführliche Informationen, jeweils mit Verzeichnis der Veröffentlichungen, bei:
Riedl, Helmut (1984): Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Hubert Trimmel zum 60. Geburtstag. – Die Höhle, Jg. 36, Nr. 3/4, S. 69-92; Wien.
Stummer, Günter (1994): Hubert Trimmel – ein …ziger! Eine etwas andere Laudatio. – Die Höhle, Jg. 45, Nr. 4, S. 113-120, 1 Abb.; Wien.

 

Verschiedene Mitteilungen

Der LHK beim „Tag der offenen Tür“ des Landratsamts Reutlingen am

9. Juni 2013

Aus Anlass seines 40jährigen Bestehens veranstaltete das Landratsamt Reutlingen am Sonntag, dem 9. Juni 2013 einen Tag der offenen Tür. Das wider Erwarten schöne, sonnige Wetter lockte sehr viele Besucher an, denen ein großes Rahmenprogramm geboten wurde. Zum Beispiel konnten das Biosphären- und das Verkehrssicherheitsmobil besichtigt werden, oder man konnte mit dem Fahrrad durch eine „Radarfalle“ fahren und sich „blitzen“ lassen. Auch die Fuhrparke der Feuerwehr und der Straßenmeisterei wurden präsentiert.
An vielerlei Info-Ständen, unter anderen vom Biosphärengebiet Schwäbische Alb, vom Energie-Musterhaus, vom Vermessungswesen und von der Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb, erfuhren die Besucher Wissenswertes und erhielten vor allem fundierte Antworten auf ihre vielfältigen Fragen.
Am gemeinsamen Infostand des Geoparks Schwäbische Alb und der Gemeinde Sonnenbühl konnte auch der Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Baden-Württemberg e.V. (LHK) seine Aufgaben und Ziele darstellen. Hier durften sogar der Wirtschaftsminister und Stellvertretende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Herr Nils Schmid, und der Landrat von Reutlingen, Herr Thomas Reumann, begrüßt werden.
Landratsamt ReutlingenDer Schwerpunkt der Fragen lag bei dem Thema Schauhöhlen der Schwäbischen Alb, von denen Sonnenbühl mit der Karls- und Bärenhöhle und mit der Nebelhöhle vertreten war. Ferner kamen Fragen zum Blauhöhlensystem und allgemein zum Schutz der Höhlen, den dort lauernden echten oder vermeintlichen Gefahren und zu den Fledermäusen. Alle diese Fragen konnten, vor allem mit den Flyern der Gemeinde Sonnenbühl und dem Flyer des LHK, ausführlich und zur Zufriedenheit der Gäste beantwortet werden. (HMLuz - 11.07.2013)

 

Renate Schrembs, Geschäftsführerin des GeoParks, und Hans Martin Luz, Höhlenführer und Vertreter des LHK, am Info-Stand des GeoParks Schwäbische Alb (Foto Manuel Maier, Sonnenbühl).

 

 

 

Verleihung der Ehrennadel des LNV an Ralph Müller

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) verlieh im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am 27. April 2013 im Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, Museum am Löwentor, drei Ehrennadeln für verdienstvolles Wirken im Natur- und Umweltschutz. Eine der Auszeichnungen erhielt Ralph Müller, Schrozberg, von 1990 bis 1995 Vorsitzender des LHK, unter anderem für seine langjährige Mitarbeit im LNV-Arbeitskreis Schwäbisch Hall. In einer persönlich gehaltenen Laudatio im Namen des LHK betonte Hans Martin Luz, dass Ralph Müller in vielen Bereichen des Natur- und Fledermausschutzes, vor allem aber des Höhlenschutzes, tätig war uEhrennadel Ired 4564nd darüber hinaus viele wichtige Impulse gegeben hat. - Der LHK präsentierte anlässlich der Ehrung von Ralph Müller an der Wand des Versammlungsraums seine neue Posterausstellung. (ThR - 12.05.2013)

 

Der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbands Reiner Ehret (ganz rechts) und die drei am 27.04.2013 mit einer LNV-Ehrennadel ausgezeichneten Natur- und Umweltschützer:
Rudolf Kratzer, Vogelschützer aus Tübingen, Brigitte Vogel aus dem Hohenlohekreis und Ralph Müller vom LNV-Arbeitskreis Schwäb. Hall und vom LHK (von links).
(Foto: Markus Boldt)

 

Fledermausschutz-Referenten des LHK beim Infotag des HVB
Die mitgebrachten Pfleglinge unserer Referenten für Fledermausschutz, Petra Heusel und Ralf Krist, fanden große Aufmerksamkeit beim Infotag des Höhlenvereins Blaubeuren am 21. April 2013. Die Pfleglinge sind Große Abendsegler, die verletzt aufgefunden wurden und wegen dauerhafter Schäden in der Natur nicht mehr alleine lebensfähig wären. Neben den "Kuscheltieren" gab es im und um das Höfohaus bei Seißen noch ein vielfältiges Programm für Familien und andere Interessierte zum Thema Fledermäuse. - Ein ausführlicher Bericht von Eva Menner erschien in der "Südwestpresse" am 23. April 2013 und im "Blaumännle" am 26. April 2013 (als PDF zum Weiterlesen - 266 KB). (ThR - 03.05.2013)
 

85 Jahre Drachenhöhle in Syrau im Vogtland

 

Syrau 1Der Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Baden Württemberg war bei der Jubiläumsfeier „85 Jahre Drachenhöhle“ in Syrau/Vogtland durch seine Vorsitzende Petra Boldt vertreten.

Die Feierlichkeiten am Wochenende 15.-16.3.2013 ergänzte ein Workshop zum Thema Schauhöhlen, bei dem viele Schauhöhlenbetriebe unter die Lupe genommen und neue Konzepte der Schauhöhlen vorgestellt wurden. Seminare für Schauhöhlenführer, wie sie der Landesverband Baden-Württemberg veranstaltet, wurden sehr begrüßt, und wir stellten fest, dass der bayerische Landesverband in ganz ähnlicher Form solche Schulungen anbietet.

Ferner ging es um Fragen zum Thema Standfestigkeit von Höhlen, vor allem das Problem von Schauhöhlen im Gips wurde angesprochen. Die Teilnehmer konnten bei Vorträgen auch die Geschichte der Drachenhöhle und der Region kennen lernen, außerdem wurden zwei Führungen durch die Drachenhöhle angeboten.

Bei der Festveranstaltung am Samstagabend gab es Grußworte der Gemeinde, des Landkreises und der Verwaltung der Höhle. Petra Boldt gratulierte im Namen des LHK Baden-Württemberg zum Jubiläum und tat dies auch für den LHK Bayern, der aus Zeitgründen nicht mehr zum Zuge kam. Abschließend gab es drei Film- bzw. Bildbeiträgen von der Drachenhöhle, der Blessberghöhle und der Blauhöhle, die das Publikum mit der Schönheit unserer Höhlen beeindruckten. (PB - 18.03.2013)

 
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