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Verschiedene Aktivitäten 2013 und 2012

Höhlentiere beim „Tag der Artenvielfalt“ 2013

Zum „Tag der Artenviel­falt“ am 9. Juni 2013 bot der Arbeits­kreis Ulm/Alb-Donau-Kreis des Landes­natur­schutz­ver­bands Baden-Württem­berg mit Ex­kursionen in Schmiechen den zahl­reichen In­teres­sierten einen „Tag mit be­sonderem Er­lebnis­wert”. Auf dem Pro­gramm standen in der Land­schaft rings um Schmiechen, ins­be­sondere um den „Schmiechener See”, unter anderem Führungen zu Pflanzen und Pilzen, zur Vogel­welt und zu In­sekten, zum Leben im Wasser und zur Ried­pflege mit einer Büffel­herde. Und es gab auch einen Programm­punkt für Be­sucher, die sich für Höhlen interessierten.

Petra Boldt, die Vor­sitzende des LHK, und Otto Schwabe vom Höhlen­ver­ein Blau­beuren führten zwei größere Gruppen in das Bio- und Geo­top Bären­tal­höhle bei Hütten. Den Teil­nehmern konnte beim Warten vor dem Höhlen­ein­gang auf Bildern und an­schließend beim auf­merksamen Suchen mit der Taschen­lampe die Arten­viel­falt des unter­irdischen Lebens­raums demon­striert werden. Kinder durften draußen mit dem Exhauster kleine Tiere auf­sammeln. Natür­lich wurden die Tierchen danach gleich wieder frei­gelassen! (PB – 15.06.2013)

Bärentalhoehle
Bevor es in die Bären­tal­höhle ging, er­hielten die Ex­kursions­teil­nehmer Erläuterungen über die Ent­stehung der Höhle, über die dort ge­fundenen Fossilien und vor allem über die ver­schiedenen Höhlen­tiere. (Foto: Otto Schwabe)

Weitere Informationen und Bilder zu diesem ins­ge­samt sehr gut be­suchten Er­eignis in Schmiechen bot unter dem Titel "Der See wird ver­landen" ein Zeitungs­bericht von Elisa­beth Sommer am 10.06.2013 im Ehinger Tag­blatt, der lokalen Aus­gabe der Südwestpresse.
 

Die Landes­ver­bands-Aus­stellung beim Aktions­tag an der Karls- und Bärenhöhle 2012

Aktionstag
Abdruck mit freund­licher Ge­nehmigung von Frau Gabriele Leippert / Engstingen

Am Sonntag, dem 01. April 2012 fand, nun schon zum zweiten Mal, ein Aktion­stag an der Karls- und Bären­höhle in Sonnen­bühl-Erpfingen statt, dessen Ziel es war, mit be­sonderen An­ge­boten und In­for­mationen Be­sucher auf dieses einzig­artige Natur­wunder auf­merk­sam zu machen.
Hierzu waren Mit­glieder der Arbeits­gemein­schaft Fleder­maus­schutz Baden-Württem­berg mit vier Pfleglingen aus dem „Flederhaus” in Tübingen an die Höhle ge­kommen. Für Kinder ein ganz be­sonders Erleb­nis, diese scheuen und teil­weise vom Aus­sterben be­drohten Tiere einmal aus der Nähe und beim Gefüttert werden sehen zu dürfen. Ganz vor­sichtig durften die zwei Großen Maus­ohren und zwei Rauhaut-Fleder­mäuse zudem gestreichelt werden.

Auch ein Fossilien- und Mineralien-Floh­markt, dessen Erlös krebs­kranken Kindern aus der Region Tschernobyl in Weiß­russ­land zu gut kam, hatte sehr schöne Stücke, wie Ammoniten, ver­steinertes Holz, Pyrit, Schwer­spat und vieles mehr zu bieten.

Hierzu passte natür­lich ganz aus­ge­zeichnet die Aus­stellung des Landes­ver­bandes für Höhlen- und Karst­forschung Baden-Württem­berg. Sie wurde im Restaurant an der Bären­höhle auf­ge­baut und ist dort noch bis Pfingsten zu sehen. Die In­for­mationen der Aus­stellung über Höhlen- und Höhlen­forschung, Karst-, Ge­wässer-, Natur und Fleder­maus­schutz in Baden-Württem­berg haben das sehr gute Bild des Aktions­tages be­reichert und ab­ge­rundet. In der Karls- und Bären­höhle fanden zudem von 09:00 bis 15:30 Uhr regel­mäßige Führungen statt.

Dem Vorschlag der LHK Vor­sitzenden Petra Boldt beim Seminar für Schau­höhlen­führer, das der LHK am 17.03.2012 in Laichingen ver­an­staltet hatte, wurde dann ab 16:00 Uhr Rechnung ge­tragen. Petra Boldt hatte bei ihrer Begrüßung in Laichingen unter anderem gesagt: …viel­leicht müssen sich die Schau­höhlen auch Ge­danken machen, wie sie zum Schutz der nicht aus­ge­bauten Höhlen bei­tragen können. In einigen Schau­höhlen findet so etwas auch schon statt: „Abenteuer- und Stirn­lampen­führungen, Schatz­suchen für Kinder, historische Führungen für Er­wachsene”. Solche Führungen sind ge­fragt und sie kommen an…
So wurde um 16:00 Uhr die Be­leuchtung in der Höhle aus­ge­schaltet und alle Be­sucher er­hielten eine Stirn­lampe. In einem be­ein­drucken­den Bild, „fast wie bei den richtigen Höhlen­forschern”, zeigte sich nun die Höhle. Für die rund 150 Teil­nehmer dieser Stirn­lampen-Führungen war es ein bleibendes Er­lebnis. Auch nach dem jeder Höhlen­führer das Höhlen­schutz-Motto „Nimm nichts mit, lass nichts zurück, zer­störe nichts und schlage nichts tot” den Be­suchern ans Herz legte.

Nicht nur für die Karls- und Bären­höhle war der Aktions­tag eine ge­lungen Sache, auch der Landes­ver­band für Höhlen- und Karst­forschung Baden-Württem­berg, konnte sich prä­sentieren und auf seine Ar­beit auf­merk­sam machen und pro­fi­tieren. Schluss­end­lich war das Ganze auch ein großer Ge­winn für den Fleder­maus-, Natur- und den Höhlen­schutz.

Presseberichte zum Beitrag:
Reutlinger General-Anzeiger °°° Südwest Presse Hans Martin Luz(Beauftragter für archäologische Denkmalpflege im LHK Ba-Wü)